Ach, so ist das….

12. April 2014
by Webmaster

von Christiane Juhre

Manchmal  habe ich mich als Mama gefragt, warum das traditionelle Familienbild so sehr angegriffen wird. Warum wir Mütter und Väter eine so schlechte Lobby in der Politik haben.  Warum ich es so anstrengend finde, die Kinder „auf Spur“ zu halten-gegen den Mainstream. Nein ich möchte nicht, dass meine Kinder  Pornokompetenz in der Schule vermittelt bekommen, nein ich möchte nicht, dass meine Kinder in eine Krippe oder Ganztagesschule gehen und ja ich will, dass meine Kinder einen gesunden, liebevollen Umgang mit Sexualität finden, dass sie verstehen, wie schön und richtig Familie sein kann und wie kostbar menschliches Leben und Respekt füreinander sind. Fundamentalist? Oder bin ich sogar katholischer Fundamentalist? Nein schlimmer noch: vielleicht rechts?

Oder widerspreche ich mit meiner Art zu leben, einfach nur linkem Gedankengut? Pseudoliberalem Denken? Die Frau ist versklavt vom Mann in der Ehe, die Familie ist der Ort der Grausamkeit schlechthin, weil dort die Unterdrückung der Frau vom Mann und die gewaltsame Beeinflussung der Kinder von den Eltern stattfindet. Eine Schwangerschaft macht die Frau unfrei, bindet  sie unnötig und stört den weiblichen Lebensentwurf. Diese Gedanken kennen wir doch alle oder nicht? Die waren alle schon mal da, mit all den katastrophalen Folgen, die der Kommunismus mit sich gebracht hat.   (mehr…)

Der Begriff der Freiheit

1. April 2014
by Webmaster

von Anke Fienbork

Anke FienborkDie Gegner des Gender Mainstreamings und des Adoptionsrechtes für gleichgeschlechtliche Paare und die Befürworter der Erhaltung der traditionellen Familie müssen sich heutzutage sagen lassen, sie seien rückständig, hinterwäldlerisch, politisch eher rechts zu finden und wünschten sich die religiösen Zustände, die im Mittelalter vorherrschten, zurück. Sie würden gegen die neugewonnene Freiheit sein, die dank der rot-grünen Politik, Einzug in unser Leben halten würde. Von den Zuständen des Mittelalters und der politischen Situation des Kaiserreiches sind wir glücklicherweise weit entfernt, vielmehr vertrete ich die liberale Ansicht und möchte mich dafür stark machen, dass heutzutage der angeblich für Freiheit und Gleichheit eintretende Staat seine Macht nicht missbraucht.

 „Das wird man doch noch sagen dürfen.“ Dieser Satz wird mit den Konservativen verbunden, wir wollen uns angeblich nicht mehr unterdrücken lassen und endlich wieder unsere rassistischen Äußerungen laut aussprechen. Dies muss man allerdings differenzierter sehen! Diese Menschen mag es geben, aber die Mehrheit der angeblich Ewig-Rückständigen wird für Äußerungen gerügt, die niemanden diskriminieren, sondern schlicht der Realität entsprechen. Beispielsweise werden selbst für eine künstliche Befruchtung Mann und Frau benötigt, es ist nun einmal eine Tatsache, dass zwei Männer oder zwei Frauen keine Kinder bekommen können und immer auf eine weitere Person angewiesen sind. Diskriminiert man sie, wenn ihnen dieser Wunsch verweigert wird? Steuern wir auf eine Zeit zu, in der wir Realitäten nicht mehr aussprechen dürfen, weil es als Diskriminierung ausgelegt wird? Jeder darf und soll in Deutschland seine Meinung sagen, wir haben absolute Meinungsfreiheit. Das hindert uns aber nicht daran, Meinungen ständig als richtig oder falsch zu bewerten.  Dies finde ich im Hinblick auf die Bildungssituation in Schulen äußerst bedenklich, da wir immer mehr anfangen, die Meinungen und Einstellungen der Kinder in der Schule zu bewerten. Kann man eine Einstellung überhaupt benoten? Nein. Aber Noten sollen schließlich auch so weit es irgendwie geht abgeschafft werden. Stattdessen wurden in Niedersachsen die Buchstaben A-E für das soziale Verhalten eingeführt. Zahlen sind angeblich ganz ungerecht, aber Buchstaben sind anscheinend ausgezeichnet! Jungen schaffen es im Übrigen selten, etwas Besseres als ein C zu bekommen. Das muss irgendwie so ein biologisches Ding sein. Komisch, dass die Genderbeauftragten da noch nicht auf die Barrikaden gegangen sind! (mehr…)

(Un)vereinbarkeitsdebatte

1. April 2014
by Webmaster

von Daniela Albert

Sie tobt durch die Netzwelt – die sogenannte Vereinbarkeitsdebatte. Oder sollten wir sie Unvereinbarkeitsdebatte nennen? Jedenfalls scheint es mir, als seien diejenigen, die Familie und Karriere für unvereinbar halten, derzeit in der Überzahl.

Wer sich von mir eine spritzige Gegenposition erhofft, muss sich an dieser Stelle leider auf eine herbe Enttäuschung einstellen, denn auch ich komme nicht umhin, ins gleiche Horn zu blasen.

Leider bin ich falsch sozialisiert. Im Westen des Landes geboren, wurde mir nicht von Kindheit an vorgelebt, dass Beruf und Familie kinderleicht miteinander in Einklang zu bringen sind und dass es keinen Abbruch an Lebensqualität darstellt, wenn beide Eltern 40 Stunden in der Woche arbeiten gehen. Wer unter solchen Bedingungen aufwächst wird – Mirna Funk hat es im „Freitag“ erkannt – zur Barbie-Feministin.

Zugegeben: Darüber war ich zunächst ein wenig enttäuscht. Barbie – das ist irgendwie so 90er. Wenn hyper-emanzipierte Redakteurinnen sich schon anschicken, mich wegen meines Lebensstils zu beleidigen, dann sollen doch zumindest meine Lieblingsgetränke in den Schimpfwortkreationen vorkommen. Latte-Macchiato-Mum fand ich gut, und noch besser die Bionade-Biedermeier -Mutter. Damit konnte ich mich richtig gut identifizieren. Aber Barbie? Trinkt die überhaupt was anderes als stilles Wasser? Jedenfalls nichts kalorienhaltiges, soviel steht fest.

Aber da ich noch einkaufen, saugen und eine Doktorarbeit schreiben muss, bevor Ken nach Hause kommt, halte ich mich lieber nicht weiter damit auf, über die Schubladen nachzudenken, die talentierte und weniger talentierte Journalistinnen für mich erdacht haben. Denn immerhin haben sich sogar Männer mittlerweile Gedanken über die sogenannte Unvereinbarkeit der Vereinbarkeit gemacht. (mehr…)

Während die Medien blumige Vorstellungen von Toleranz haben, geht es in den Klassenzimmern der Republik um Dildos, Potenzmittel oder Vaginalkugeln. Eine Aufklärung.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigt sich gesprächsbereit. Kirchenvertreter sind geladen, um über den Bildungsplan zu diskutieren. Ein vorprogrammiertes Possenspiel am Thema vorbei.  Es könnte ja Ausdruck guten Willens sein. Nein, wir wollen diese Option nicht ganz aus dem Spiel lassen, wenn sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann nächste Woche mit ausgewählten Vertretern der Kirche zu einem Gespräch über den Bildungsplan in Baden-Württemberg trifft. Ein wenig spät zwar, aber immerhin. Nach mehreren Demos, die nächste steht am 5. April an, und einer Petition, die fast 200.000 Menschen unterschrieben haben, hätte die Partei, die angetreten ist, mehr Bürgerbeteiligung durchzusetzen, auch früher auf den Gedanken kommen können. Es drängt sich die Vermutung auf, ginge es hier nicht um Widerstand gegen mehr sexuelle Vielfalt im Unterricht, sondern beispielsweise um einen Bahnhof oder eine seltene Hamsterart, die zwangsweise umgesiedelt werden soll, man hätte wohl früher an den runden Tisch gebeten.

Große Geheimniskrämerei

Um die Besetzungsliste dieser Gesprächsrunde wird übrigens große Geheimniskrämerei veranstaltet. Klar ist, Vertreter der evangelikalen Gemeinden sind eingeladen, von ihnen wurde zahlreicher Protest initiiert. Nicht eingeladen sind jedoch die Elterninitiativen, die gerade demonstrieren oder auch ganz banal der Initiator der Petition, der Realschullehrer Gabriel Stängle. Nicht eingeladen sind katholische und auch nicht islamische Vertreter.  Es ist noch nicht lange her, da wurde Altpräsident Christian Wulff für den Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ von Feuilletons und Politik gefeiert, wir diskutieren über Islamunterricht an deutschen Schulen. Wäre es da nicht angebracht, auch die Stimmen der islamischen Gemeinden zur Frage der Sexualerziehung oder auch der Homosexualität an den Tisch zu bitten? Zumal sich viele Muslime an der Protestpetition beteiligt haben. Hier möchte es jemand wohl so aussehen lassen, als sei der anhaltende Widerstand, nur einer versprengten Gruppe strenggläubiger Evangelikalen zu verdanken, während der Rest der Bevölkerung ja völlig einverstanden sei mit dem, was die grün-rote Regierung im Ländle plant.
Nicht zuletzt: Auf die Illusion, mit gemütlichem Kaffeetrinken könnte etwas verändert werden, wenn man doch gar keine Handlungskompetenz oder echtes Mitspracherecht in den Entstehungsprozessen solcher Bildungspläne bekommt, fällt doch nicht wirklich jemand herein. Oder doch? Ja, schön, dass wir mal darüber geredet haben, und jetzt weiter im Tagesgeschäft. (mehr…)

Schöne neue Welt: Jetzt sollen also auch noch Kinderspielplätze gendersensibel gestaltet werden.

Was haben Aufsichtsräte und Spielplätze gemeinsam? Beide sind nicht gendersensibel genug, die großen und kleinen Mädchen haben nicht genug Spielraum. Für die einen gibt’s demnächst die Frauenquote, um die Spielplätze kümmert sich jetzt die SPD.

Die Abteilung „Wir haben sonst keine Sorgen“ hat sich ein neues Terrain mit maximaler Mädchenunterrepräsentanz gesucht: die Kinderspielplätze. Die SPD in München will nun nach dem Vorbild der Stadt Wien den Spielraum in der Stadt gendergerecht umgestalten. Separate Mädchenhäuser und Jungshäuser und mehr Klettergerüste und Wasserspielzeug, weil das eher die Mädchen anspricht. Diese sind dort nämlich weniger häufig anzutreffen, das schreit nahezu nach Ungerechtigkeit und ungeahnten Budgets.

Gut, man hätte sich auch mit der Überrepräsentanz von Jungs als Schulschwänzer, Sitzenbleiber, Gewaltkriminelle und Ritalinschlucker beschäftigen können, schließlich sind dies ebenfalls total ungerechte Jungendomänen – war aber als Thema wohl nicht so sexy und dazu auch noch so unangenehm realistisch. Dann lieber Genderseifenblasenpusten auf Spielplätzen. (mehr…)