232018Nov
Kindergeld für Flachbildschirme – oder doch nicht?

Kindergeld für Flachbildschirme – oder doch nicht?

Ich wage es kaum auszusprechen: Aber manchmal kann man für die Untersuchungen der Bertelsmann Stiftung doch dankbar sein. Aktuell widerspricht die Stiftung mit einer neuen Erhebung dem Generalverdacht gegen Eltern, sie würden mehr bares Geld in Form von Kindergeld oder Erziehungsgeld in Zigaretten, Alkohol oder Flachbildschirme investieren. Denn man höre und staune: das Geld kommt bei den Kindern an. Wenn Eltern mehr bares Geld bekommen, fließt es in Hobbys der Kinder, Sport oder auch Musikunterricht. Oder Eltern reduzieren ihre Arbeitszeit, um mehr Zeit für die Kinder zu haben. Es wundert nicht wirklich, wenn im Bericht steht, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen hatten vor allem erwartet, dass Eltern das Geld zweckentfremden würden. Denn es ist der Verdacht, der ja auch von zahlreichen Politikern seit Jahren offen geäußert wird. Als es damals um die Einführung des Betreuungsgeldes ging, formulierte einst ausgerechnet die damalige CDU Familienministerin Ursula von der Leyen, man müsse aufpassen, dass das Geld nicht in mehr elektronisches Spielzeug in Kinderzimmern investiert werden. Sie plädierte damals explizit gegen das Betreuungsgeld und nannte es eine Herdprämie. Stattdessen wollte sie nur Sachleistungen und Gutscheine verteilen. Aber auch die Bertelsmann Stiftung selbst formulierte damals mit am Generalverdacht gegen Eltern, als ihr Sprecher damals in den Medien verkündete, mehr bares Geld an Eltern sei eine Verdummungsprämie für Kinder und auch die Mütter. Ist ja schön, wenn man zumindest bei der Stiftung inzwischen eines Besseren belehrt wurde. Die Politik fährt leider weiter den Kurs des Misstrauens gegen die Eltern. Zum Nachlesen hier klicken.



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