Eine Anregung zum Nachdenken
von Regina Hilsberg
Streitthemen gibt es viele in der Politik, aber kaum eines wird auch unter den direkt Betroffenen so kontrovers diskutiert wie die Familienpolitik. Mütter mehr noch als Väter können sich regelrecht angiften, wenn es darum geht, verschiedene Lebensentwürfe gegeneinander zu verteidigen. Das Schlachtfeld ist abgesteckt zwischen Kinderzimmer und Büro, und es wird erbittert darum gefochten, wo die Frau eigentlich hingehört.
Dabei wird hauptsächlich um zwei Konzepte gefochten: Entweder heißt es, Frauen müssten um eine möglichst lückenlose Berufsbiographie kämpfen, also möglichst gleich weiter arbeiten, auch wenn sie kleine Kinder haben, oder aber es wird ihnen immerhin zugestanden, nach Abschluss ihrer Ausbildung und einigen Jahren im Beruf den Kindern zuliebe für einige Jahre ihre Erwerbstätigkeit zu unterbrechen.
Dabei passiert in der Lebenspraxis vieler Frauen etwas, was in diesen Fällen zwar meist als Notlösung gesehen wird, aber als ein dritter Weg durchaus bedacht werden sollte: Dass nämlich Frauen in jungen Jahren Kinder bekommen und erst danach ihre Berufsausbildung beginnen. Wie bitte? Soll das ernst gemeint sein? Warum nicht? Aus Sackgassen heraus kommt man entweder nur durch rückwärts gehen oder durch neue Wege – ich erlaube mir darum, hier eine ungewöhnliche Idee zu durchdenken. (weiterlesen…)
